Wie wird man Immobilienmakler? Ausbildung, Gehalt und Perspektiven

Wie wird man Immobilienmakler? Ausbildung, Gehalt und Perspektiven

Inhaltsverzeichnis

Der Immobilienmarkt gehört zu den stabilsten Branchen Deutschlands – und wer dort durchstarten möchte, hat gleich mehrere Wege zur Auswahl. Wir erklären euch, welche Voraussetzungen ihr mitbringen müsst, was ihr verdienen könnt und warum der Einstieg auch als Quereinsteiger:in möglich ist. Wie wird man Immobilienmakler? Ausbildung, Gehalt und Chancen gibt es hier im Überblick.

Wie wird man Immobilienmakler, und lohnt sich der Weg wirklich? Wer gern mit Menschen arbeitet, ein Gespür für lokale Märkte mitbringt und sich für Immobilien begeistert, findet in diesem Beruf eine interessante Perspektive.

Die Berufsbezeichnung ist in Deutschland nicht gesetzlich geschützt, was den formalen Einstieg erleichtert – trotzdem sind bestimmte Voraussetzungen unerlässlich, damit ihr langfristig erfolgreich seid. Eine solide Qualifikation, Eigeninitiative und die nötige Gewerbeerlaubnis bilden das Fundament jeder erfolgreichen Maklerkarriere.

Immobilienmakler-Beruf auf einen Blick

All das klingt vielversprechend? Doch was steckt genau hinter dem Beruf, und welche Anforderungen kommen auf euch zu?

  • Für den Einstieg ist keine staatlich vorgeschriebene Ausbildung nötig, aber eine Gewerbeerlaubnis nach § 34c GewO ist Pflicht.
  • Die klassische duale Ausbildung zum/zur Kaufmann/Kauffrau für Immobilien dauert drei Jahre.
  • Quereinsteiger:innen können über IHK-Lehrgänge oder berufsbegleitende Weiterbildungen einsteigen.
  • Das Gehalt ist oft provisionsabhängig und variiert stark je nach Region, Erfahrung und Beschäftigungsform.
  • Seit einigen Jahren gilt für Makler:innen eine gesetzliche Weiterbildungspflicht von 20 Stunden alle drei Jahre.

Wie wird man Immobilienmakler – das steckt hinter dem Beruf

Immobilienmakler:innen vermitteln Kauf- und Mietverträge für Wohnungen, Häuser und Gewerbeobjekte. Zu ihren Aufgaben gehören Beratungsgespräche, das Erstellen von Exposés, die Organisation von Besichtigungen sowie die Begleitung von Verhandlungen bis zum Vertragsabschluss.

Wer also fragt, wie wird man Immobilienmakler, sollte wissen, dass dieser Beruf Kommunikationsstärke, Marktkenntnis und unternehmerisches Denken in ungewöhnlicher Kombination verlangt. Wer gewerblich tätig werden möchte, benötigt zwingend eine Erlaubnis nach § 34c der Gewerbeordnung.

Diese setzt unter anderem einen einwandfreien Leumund und geordnete wirtschaftliche Verhältnisse voraus. Die genauen Voraussetzungen erfahrt ihr beim zuständigen Gewerbeamt oder über offizielle Informationsquellen.

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Ausbildung, Einstieg und Verdienstmöglichkeiten als Makler

Die Frage nach dem richtigen Weg führt direkt zu den verschiedenen Qualifizierungsoptionen – denn hier gibt es deutlich mehr Möglichkeiten, als viele zunächst vermuten.

Die klassische duale Ausbildung im Überblick

Der bekannteste formale Weg ist die dreijährige Ausbildung zum/zur Kaufmann/Kauffrau für Immobilien. Dieser anerkannte Ausbildungsberuf vermittelt fundiertes Wissen zu Miet- und Eigentumsrecht, Finanzierung, Marketing und Kundenberatung.

Wer diesen Weg wählt, startet mit einem soliden fachlichen Fundament in die Branche. Es gibt aber, wie erwähnt, auch die Möglichkeit, per Quereinstieg in die Branche und Tätigkeit zu gelangen.

Wie wird man Immobilienmakler als Quereinsteiger?

Für alle ohne klassische Ausbildung gibt es ebenfalls gute Optionen. IHK-Zertifikatslehrgänge, berufsbegleitende Weiterbildungen und spezialisierte Maklerakademien bieten strukturiertes Wissen, das für den Einstieg ausreicht.

Wer zusätzlich den Abschluss zum/zur Geprüften Immobilienfachwirt:in IHK anstrebt, verbessert die eigenen Chancen auf dem Arbeitsmarkt erheblich. Wer sich fragt, wie wird man Immobilienmakler ohne klassische Ausbildung, findet besonders bei diesen Einstiegsmöglichkeiten eine realistische Antwort:

  • Zertifikatslehrgänge bei der IHK (z. B. Grundlagen der Immobilienwirtschaft)
  • Online-Kurse bei spezialisierten Weiterbildungsanbietern
  • Direkte Anstellung bei einem Maklerunternehmen mit internem Training
  • Studium der Immobilienwirtschaft, BWL oder Architektur

Gehalt und Provision – was ist realistisch?

Das Einkommen als Makler:in hängt stark von Region, Beschäftigungsform und persönlichem Einsatz ab. Ein Immobilienmakler in Münster hat anderen Einkommensmöglichkeiten als einer in München. Angestellte starten häufig mit einem Grundgehalt von etwa 2.000 – 2.800 Euro brutto monatlich plus Provision.

Selbstständige können deutlich mehr verdienen, müssen aber auch Durststrecken einplanen. Wer in einer Großstadt mit hochpreisigen Objekten arbeitet, hat naturgemäß andere Möglichkeiten als in ländlichen Regionen.

Einstieg, Ausbildung und Abschluss im Vergleich

Einstiegsweg Dauer Abschluss
Duale Ausbildung Kaufmann/-frau für Immobilien 3 Jahre IHK-Abschluss
Weiterbildung Immobilienfachwirt:in IHK Ca. 1 – 2 Jahre (berufsbegleitend) IHK-Zertifikat
Zertifikatslehrgang (Grundlagen) Wenige Wochen – Monate Teilnahmebestätigung / Zertifikat
Studium Immobilienwirtschaft / BWL 3 – 4 Jahre Bachelor / Master

Wie wird man Immobilienmakler? Einstiegstipps

Mit der richtigen Vorbereitung steigen eure Chancen erheblich – hier sind einige Punkte, die erfahrene Makler:innen immer wieder betonen.

  1. Netzwerken ist in kaum einer Branche so entscheidend wie im Immobilienbereich.
  2. Wer früh Kontakte zu Eigentümer:innen, Banken und anderen Fachkräften knüpft, profitiert langfristig davon.
  3. Lokales Marktwissen ist dabei oft wichtiger als allgemeine Theorie: Wer seine Stadt kennt, kann Kund:innen gezielter und überzeugender beraten.

Gesetzliche Weiterbildungspflicht fest einplanen

Außerdem solltet ihr die gesetzliche Weiterbildungspflicht von Anfang an fest einplanen. 20 Stunden alle drei Jahre sind vorgeschrieben – nutzt diese Zeit nicht nur zur Pflichterfüllung.

Nutzt sie gern gezielt zur Spezialisierung, etwa auf Gewerbeimmobilien, Denkmalschutz oder nachhaltiges Bauen. Wer sich frühzeitig ein klares Profil erarbeitet, hebt sich vom Wettbewerb ab.

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Unser Fazit: Ein Beruf mit echten Perspektiven

Wir als Redaktion finden, dass die Frage, wie wird man Immobilienmakler, eine sehr ermutigende Antwort hat: Mit dem richtigen Weg, echter Leidenschaft und Bereitschaft zur kontinuierlichen Weiterbildung ist der Einstieg für viele Menschen realistisch – ob mit klassischer Ausbildung oder als Quereinsteiger:in.

Der Beruf verlangt Eigenverantwortung und Durchhaltevermögen, bietet dafür aber echte Gestaltungsfreiheit und ein Einkommen, das mit dem eigenen Einsatz wächst. Wer die Branche ernst nimmt, findet hier eine langfristig lohnende Karriere.

Wir wünschen euch viel Erfolg auf eurem Karriereweg! 

Häufige Fragen rund um den Beruf

Brauche ich eine Ausbildung, um als Immobilienmakler:in zu arbeiten?
Nein, eine gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung gibt es nicht. Ihr benötigt jedoch zwingend eine Gewerbeerlaubnis nach § 34c GewO. Eine Qualifikation ist freiwillig, erhöht aber eure Chancen deutlich. Eine hilfreiche Übersicht über das Berufsbild und typische Anforderungen findet ihr in dieser umfassenden Datenbank zu Berufsbildern und Ausbildungswegen.

Wie hoch ist das Gehalt als Immobilienmakler:in?
Das hängt stark von Region, Erfahrung und Beschäftigungsform ab. Angestellte starten häufig bei 2.000 – 2.800 Euro brutto plus Provision, Selbstständige können je nach Markt und Engagement deutlich mehr verdienen.

Was hat es mit der Weiterbildungspflicht auf sich?
Seit der Reform der Makler- und Bauträgerverordnung gilt für gewerbliche Makler:innen eine Pflicht zur Weiterbildung von 20 Stunden innerhalb von je drei Jahren. Welche Angebote dafür anerkannt werden und wie ihr diese strukturiert absolvieren könnt, erfahrt ihr in dieser Übersicht zu anerkannten Weiterbildungsformaten und Kursangeboten.

Artikelbild: Unsplash / Jakub Żerdzicki; Keywords: Wie wird man Immobilienmakler?